FragezeichenPod – Der 5. Advent – 1. Woche

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Die drei ??? – Der 5. Advent

1. Der 5. Advent: 01. Dezember
2. Der 5. Advent: 02. Dezember
3. Der 5. Advent: 03. Dezember
4. Der 5. Advent: 04. Dezember
5. Der 5. Advent: 05. Dezember
6. Der 5. Advent: 06. Dezember

Die drei ???

Mitcaster:
Tobias Schwabe

Zwischenmusik:
Andrzej Citowicz: „Not So Silent Night“

Outro:
Dirk Arnicke mit „Auld Lang Syne“

Bis Bald
euer Fragezeichenpod

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Ein Gedanke zu „FragezeichenPod – Der 5. Advent – 1. Woche

  1. Die Hornmusik ähnelt tatsächlich etwas Star Trek, allerdings nicht der üblichen Enterprise Serien, sondern der zu Deep Space Nine.
    Beide nutzen am Anfang Hörner mit langgezogenen Tönen, die Melodie ist unterschiedlich, aber die Art wie diese gespielt werden ist in etwa gleich.

    Zu den „zuviel deutsche Sachen“ kann ich sagen, das es in Amerika durchaus ähnliches gibt.
    Es gibt die beliebten Chrismas Cookies (Weihnachtskekse) und die amerikanische Version des Stollens (ich mag eh lieber Marzipanstollen, empfehle ich den aus dem Aldi oder selber gemacht) wird da Traditional Fruit Cake genannt, einem stark süßen dunklen Kuchen (ev wie Lebkuchen) mit Trockenfrüchten.

    Besonders zu erwähnen ist das der Brauch des Weihnachtsbaums, welcher weltweit bekannt ist und wo in den USA der berümteste Weihnachtsbaum der Welt steht, der Rockefeller-Chrismastree, aus Deutschland kommt.

    Genauso das der 3m große und 250 kg schwere Stern an der Spitze (in diesem Jahr schon im 10. Jahr) vom deutschen Michael Hammers aus 25.000 Swarovski-Kristallen gebaut worden ist und er persönlich der ist, der den Baum jedes Jahr einschaltet.

    Laut meinen „Ermittlungen“ (ich sollte bob sein so wie ich immer Sachen rausfinde^^) wird behauptet das der Weihnachtsbaum schon 1419 das erste mal erwähnt wurde, was aber nicht mehr durch Quellen belegbar ist.
    Da sollen die Freiburger Bäcker einen Baum mit Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt haben, welcher dann nach Neujahr von Kindern geplündert werden durfte.

    1521 ist der erste belegbare Quelleneintrag in einem Rechnungsbuch in der Humanistischen Bibliothek in Sélestat (deutsch Schlettstadt, Stadt im heutigen Elsass/Frankreich, liegt westlich von Freiburg in Baden Würtenberg in der Süd-Westlichsten Ecke Deutschlands) besagt „Item IIII schillinge dem foerster die meyen an sanct Thomas tag zu hieten.“ („Ebenso vier Schillinge dem Förster, damit er ab dem St.-Thomastag die Bäume bewacht.“).

    In Riga und Reval, wurden Bäume zwischen 1500 und 1550 auf den Markt getragen, geschmückt und am Schluss verbrannt.
    Von 1539 gibt es wieder einen urkundlichen Beleg, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde.

    Die ersten Aufzeichnungen über den Christbaum als einen allgemein üblichen Gebrauch stammen aus dem Jahre 1605, wiederum aus dem Elsass: „Auff Weihnachten richtet man Dannenbäume zu Straßburg in den Stuben auf. Daran henket man Roßen auß vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold [dünne, geformte Flitterplättchen aus Metall] und Zucker“.
    1611 schmückte Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen.

    Von Johann Wolfgang von Goethe stammt eine der ersten Erwähnungen des Weihnachtsbaums in der deutschen Literatur. In den Leiden des jungen Werther (1774) besucht der Protagonist am Sonntag vor Weihnachten die von ihm verehrte Lotte und spricht von den Zeiten, da einen die unerwartete Öffnung der Türe und die Erscheinung eines „aufgeputzten Baumes“ mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln in paradiesisches Entzücken versetzte.

    Was den weihnachtsbaum in den USA betrifft, 1832 stellte der deutschstämmige Harvard-Professor Karl Follen als erster einen Weihnachtsbaum in seinem Haus in Cambridge (Massachusetts) auf und führte so diesen Brauch in Neuengland (USA) ein.
    Damit war der Baumbrauch 8 Jahre eher in den USA als in England selber, der dort erst ankam als sich die englische Königin Viktoria 1840 mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vermählte.

    Der Weihnachtsbaum war am Anfang noch ein Privileg der Reichen, da es noch nicht überall Nadelbäume gab und im Vatikan gab es sogar erst ab 1982 den Baum auf dem Petersplatz, da man früher bei den Katoliken meinte, das ein solcher Baum heidnischer Natur sei.

    Der Santa Claus ist übrigens nicht erfindung der Amis oder Engländer, sondern basiert auf dem niederländischen Sinterklaas.

    Das mit dem 6. Dezember stimmt auch nicht ganz, der Brauch an „Nikolaus von Myra“ ( um 300 n.C. Bischof in Myra, Türkei) zu erinnernist auch in den USA bekannt.

    Der Einlegebrauch, das heißt das nächtliche Füllen der Schuhe oder ähnliches, basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die nachts vom hl. Nikolaus beschenkt wurden.
    Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung, in einigen Ländern ist er dies auch heute noch.
    Erst der Ablehnung der Heiligenverehrung durch die Reformation wurde die Bescherung in vielen Ländern auf Weihnachten verlegt, und infolgedessen wurde Nikolaus als Gabenbringer mancherorts vom Christkind abgelöst.
    Im Zuge dieses wechselseitigen Verhältnisses hat sich im 19. Jahrhundert das US-amerikanische Brauchtum um den Weihnachtsmann Santa Claus entwickelt, die heute weltweit dominierende, merkantil bestimmte Rezeption des heiligen Nikolaus.

    In den USA gibt es etwas ähnliches zum Stiefel füllen in Deutschland, nur das in den USA verbreitet ist Strümpfe an den Kamin zu hängen, auf das diese mit Leckereien gefüllt werden.
    In vielen Weihnachtsbildern sind diese „Christmas Stocking“zu sehen.
    Die übersetzte Beschreibung lautet: „Eine Weihnachtssocke ist eine leere Socke oder ein sockenförmiger Beutel, welchen zu Weihnachten aufgehängt wird, so das Santa Claus (oder Vater Weihnacht) ihn mit kleinen Spielzeugen, Süßem, Früchten, Münzen oder anderen kleinen Geschenken füllen kann, sobald er ankommt.“

    Der Legende nach basiert das Sockenfüllen auf einer Geschichte von einem armen Mann und seinen drei Töchtern:

    Very long ago, there lived a poor man and his three very beautiful daughters.
    He had no money to get his daughters married, and he was worried what would happen to them after his death.
    He thought they would become prostitiutes.
    Saint Nicholas was passing through when he heard the villagers talking about the girls.
    St. Nicholas wanted to help, but knew that the old man wouldn’t accept charity.
    He decided to help in secret.
    After dark he threw three bags of gold through an open window, one landed in a stocking.
    When the girls and their father woke up the next morning they found the bags of gold and were, of course, overjoyed.
    The girls were able to get married and live happily ever after.

    Auf Deutsch:

    Vor langer Zeit lebte ein armer Mann mit seinen dren sehr schönen Töchtern.
    Er hatte kein Geld um seine Töchter zu verheiraten und war besorgt was mit ihnen passieren könnte, nachdem er nicht mehr da war.
    Er dachte sie könnten in die Prostitution abgleiten.
    Sankt Nikolaus kam durch den Ort als er die Bürder über die Töchter sprechen hörte.
    St. Nikolaus wollte helfen, wusste aber das der Mann keine Allmosen annehmen würde.
    So entschied er sich heimlich zu helfen.
    Als es dunkel geworden war, warf er drei Beutel mit Gold durch ein offenes Fenster, einer landete in einem Strumpf.
    Als die Mädchen und ihr Vater am nächsten Morgen erwacht waren, fanden sie die Beutel mit gold und waren, natürlich, überglücklich.
    Die Mädchen konnten nun heiraten und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

    Andere Versionen der Story sagen das Sankt Nikolaus die drei Beutel mit Gold direkt in die Socken warf, welche zum trocknen am Kamin hingen.
    Dann wiedrum sin es manchmal drei goldene Kugeln, ein Symbol des St. Nikolauf, was heutzutage durch eine Orange oder Mandarine dargestellt wird.
    Ich weis nicht ob es stimmt, aber möglicherweise stammen davon die Weihnachtsbaumkugeln ab.

    Der uns bekannte Stiefel stammt übrigens vom germanischen/skandinavischen Gott Odin.
    In der Tradition heist es das Kinder ihre Socken aufhingen oder ihre Stiefel hinausstellten gefüllt mit Karotten, Stroh oder Zucker für Odin’s fliegendes Pferd Sleipnir.
    Odin belohnte darauf diese Großzügigkeit, indem er Sleipriers futter mit Geschenken oder Süßigkeiten ersetzte.
    Überlebt hatte dieser Brauch in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, nach der Bekehrung zum Christentum.
    Durch das Christentum wurde der Brauch etwas abgeändert, so das die Stiefel nicht mehr mit einer Tauschware gefüllt wurden, sondern leer hingestellt wurden.
    Wer das Jahr über brav und from gewesen war, bekam den Stiefel mit Geschenken gefüllt, war man aber nicht brav und fromm so lag im Stiefel ein Stück Kohle.

    Insgesammt kommen viele Weihnachtsbräuche tatsächlich aus Deutschland, daher ist das erwähnen durchaus ok.
    Speziell wenn einiges wie Stollen oder Zimtsterne eher unbekannter sind sagt man gerne mal woher dieses stammt.
    Für uns ist die erwähnung ev nur darum überflüssig, weil wir diese Sachen ja kennen, aber für die, die das nicht kennen ist es was besonderes.

    Die Serie ist eigendlich nicht schlecht gemacht, wenn man es durchhällt eine Themenfolge der drei Fragezeichen in 24 Stücken zu hören und dann auch nur 1 Folge pro Tag.
    Das erinnert mich an früher, als mein Vater einen selbstgebauten Adventskalender im Flur hängen hatte (ausgesängte Holzplatte mit Gardinenringen zum aufhängen der Geschenke).
    In den 24 päckchen waren für meinen Bruder und mich immer einige Playmobil- (Bruder) und Legoteile (ich) in Päckchen aus zwei verschieden Geschenkpapieren.
    Dabei ein fotokopierter ausschnitt aus der Bauanleitung, so das man jeden Tag das Modell etwas weiter ausbauen konnte und erst am 24. das ganze Teil hatte.
    Könnt ihr ja auch mal so versuchen.^^

    Die Folgen waren mir persönlich etwas zu kurz, wenn man daran denkt das man nur wenige Minuten pro Tag zu hören hatte und ein Teil davon aus Musik besteht, hätte ich für einen solchen Kalender eine Folgenlänge von 8-10 Min besser gefunden, wodurch diese mit 192-240 min schon in die Nähe der Speziallfolgen 100 (Toteninsel Trilogie) mit 166Minuten, 125 (Feuermond Trilogie) mit 233 Minuten oder 150 (Geisterbucht Trilogie) mit 202 Minuten rangekommen wäre.

    Und an alle die das lesen, ich bin beim Wichteln dabei, also wer gerne was von mir haben möchte (inkl meiner speziellen Visitenkarte^^), sollte sich schnell für das Wichteln anmelden.
    Wenn ihr wegen dem rausgeben eurer Adressse nicht mitmachen wollt, da braucht ihr keinen Bammel zu haben, die wird nicht veröffenlicht, sondern die bekommt nur die Person von der ihr ein Geschnek bekommt.
    Ihr könnt ja auch alternativ die Adresse von einem Freund oder Familienmitglid angeben, die euch helfen würden, wenn ihr eure Adresse nicht rausgeben wollt oder nutzt eine Postlagerung/Paketstation.

    Bin schon gespannt wieviele am Ende mitgemacht haben und auf den nächsten Teil der Besprechung.

    LG

    Tigra

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